|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| celerina - internat |
Wochenbericht |
22 - 2008
|
Christian
|
|
|
|
|
Rudolf Hagelstange:
|
Selbst der Gerechte wird ungerecht, wenn er selbstgerecht wird.
|
| Wochenthema : |
Flutwellen bedrohen Chinas Erdbebenopfer
|
|
|
| und hier mein Internats-Wochenbericht: |
|
|
| Montag: Wir starten die Woche mit guten Vorsätzen und Mathematik. Wir schauen die Steuern nochmals an und lernen, dass es darauf ankommt, ob man alleinstehend lebt oder gebunden ist. Da wir fleissig arbeiten, lassen wir die Musikstunde für einmal aus und gehen danach in die Pause. Anschliessend sind Emanuel, Jens und ich bei Frau Caglia im Fit for Life. Wir können unseren persönlichen Budgetplan machen. So sehen wir, wieviel Geld wir in der Lehre schlussendlich nach Abzügen wie Abgaben zu Hause und Schulmaterial etc. noch zur Verfügung haben. Alessandro und Michi machen anfallende Arbeiten. Nach dem Zmittag gehen wir Fussballspielen, um am Nachmittag wieder einen klaren Kopf zu haben. Im Deutsch machen wir einen Test, ob wir Anweisungen befolgen können. Der erste Punkt lautet: Lies zuerst alle Punkte durch, bevor du startest, der Letzte: Mache die Punkte 2 und 20 und gib die Arbeit ab... =) Zwei konnten's eben nicht und malten Säuli, schrieben ihren Namen verkehrt, rechneten und zeichneten... Im Fit for Life trägt Alessandro sein Referat über den WWF vor, ich backe unterdessen zwei Kuchen fürs Lager nächste Woche. Ich werde gerade noch fertig und dann rennen Frau Profe Bracht und ich zur Bushaltestelle. Doch der Bus, der uns zum Hallenbad Pontresina fahren soll, fährt genau um diese Zeit nicht... So dürfen Emanuel und ich uns zum Trost noch etwas Süsses kaufen. Im Schwimmbad machen wir beide 1km. Ich schaffe sogar den neuen persönlichen Rekord von 21:10! Dann können wir uns noch schnell erholen und kommen pünktlich zur Pizza zurück. Nach dem Znacht wird telefoniert und dann herrscht Ruhe auf der Gruppe. |
|
|
|
|
<<< Alessandro beim VB
<< Michi bei der Deutsch Übung
< Emanuel mit seiner Schoggibanane
|
|
|
| Dienstag: Den Tag beginnen wir mit einer erfrischenden Dusche, dann stärken wir uns mit einem gesunden Frühstück und erledigen die VB's. Fit hören wir Alessandros Wochenbericht und geben ihm Tipps zur Verbesserung seines Schreibstils. Nach den Vorsätzen arbeiten wir weiter an Mathematik. Fast alle werden mit dem Wochenziel fertig, müssen es jedoch noch einschreiben. Jens ist zur Zeit im Englisch. Nach der Pause wechseln wir. Michi schreibt neue Wörter ein und ich bin am "Future". Zum Zmittag gibt es Piccata milanese mit Lyoner. Es schmeckt allen und wir werden zusätzlich mit Caramelleparfait belohnt. Über den Mittag treiben wir Sport, ausser Michi, der ist für ein Gespräch nach Hause gefahren und kommt morgen wieder. In Geschichte lesen wir über das Attentat an Hitler: Am 20. Juli 1944 (also nach der Invasion), war Claus Graf Schenk von Stauffenberg von Hitler persönlich in dessen Bunker, die "Wolfsschanze" eingeladen worden, um über die Aufstellung neuer Truppenverbände zu berichten. Da Hitler jedoch Mussolini um 15 Uhr empfangen musste, wurde diese Besprechung auf 12:50 Uhr vorverlegt. Stauffenberg mit den Sprengsätzen in der Mappe stand jetzt unter Zeitdruck. Unter dem Vorwand, sich frisch machen zu wollen, begab er sich in einen Nebenraum und war daran, die Sprengsätze scharf zu machen. Da ihm jedoch die rechte Hand und drei Finger der linken Hand fehlten (Kriegsverletzung) schaffte er es nur, einen Sprengsatz bereit zu machen. Die Bombe wird nach dem Freisetzen der Chemie des Zünders innert 5 Minuten detonieren. Stauffenberg kam aber noch etwas dazwischen: Da die "Wolfsschanze" renoviert wurde, fand die Besprechung in einer 12.5x5 Meter grossen Gästebaracke statt. In der Mitte des Raumes befand sich ein massiver Eichentisch auf dem die Pläne lagen. Stauffenberg wurde von einem Komplizen "ans Telefon gerufen" und konnte so ohne Verdacht zu schöpfen seine Aktentasche mit dem tödlichen Inhalt zurücklassen. Sie war in unmittelbarer Nähe des Führers und würde ihn sicher töten. Doch der dort stehende Offizier schob die Aktentasche an die heruntergeklappte Seite des Tisches. Damit waren Oberkörper und Gesicht des Führers gedeckt. Stauffenberg war unterdessen schon nicht mehr in der Wolfsschanze, sondern wartete in einem Jeep auf die Detonation. 12.50 Uhr- jetzt wäre Stauffenberg dran- da explodiert der Plastiksprengsatz und die Fensterscheiben bersten, die Decke fällt ein und es brennt und raucht nur so. Doch der Führer lebt. Dashalb holt er auch wie geplant Mussolini am Bahnhof ab und zeigt ihm die "Schandtat". Die Mittwisser der Aktion wurden bald von der Gestapo gefasst, gefoltert und getötet. Der Führer sah sein Glück als Zusage Gottes und sprach noch am selben Tag zum Deutschen Volk. Danach sehen wir noch den ersten Teil des Films "Die Brücke von Arnheim". Nach dem Znacht bauen Emanuel und ich schon probehalber die Zelte fürs Lager auf, damit wir sie noch imprägnieren können. Dann ist nicht mehr viel los. |
|
|
|
|
|
| Mittwoch: Heute Morgen ist Michi nicht hier (er hat Lehrlingsbesprechung in Zürich) und wir können wieder einmal Siffy spielen. (Es können nur 4 Personen mitspielen). Da wir noch einen Kopfrechnungstest machen, belassen wir es bei einer Runde, die ich gewinne! In Mathematik erklärt uns Herr Kopania einige Aufgaben und Jens ist derweil im Englisch beschäftigt. Nach der Pause tauschen wir. Zum Zmittag gibt es Gnocchi mit zwei verschiedenen Saucen und zum Dessert essen wir Vanilleglace mit Erdbeeren. Über den Mittag spielen wir Fussball und stellen einen neuen Rekord auf: Insgesamt konnten wir ca. 70 "Leben" durch Volleytore abziehen! Und das in 45 Minuten... Ein wenig stolz geht es ins Werken oder zur Handarbeit. Jens schneidet die Stoffe für seine Trainerhose zu und Michi bastelt für seinen Elektromotor eine Halterung. Ebenso Emanuel, der anschliessend aber noch ein Gleitflugzeug- Modell wieder auf vordermann bringt, um uns morgen bei seinem Vortrag etwas vorführen zu können... Ich beende meinen Bimetallregler und Alessandro kann seinen Hoovercraft ausprobieren. Es klappt und wenig später isst er eine Banane. Wir machen Silentium und essen anschliessend Znacht. Alessandro holt das Silentium nach während wir die Tagesschau schauen. Anschliessend dürfen wir nochmals auf den Fussballplatz und gehen dann ins Bett. |
|
|
|
|
|
| Donnerstag: Die Schule beginnt mit den Vorsätzen und dem Wochenspruch. Danach schauen wir den Film "Die Brücke von Arnheim" fertig. Jedoch sieht man nicht sehr viel von der besagten Brücke und der Film ist eher ein Blutbad als ein historischer Film. Trotz der fehlenden Übersicht zeigt der Film klar, wie schlecht die Kommunikation zwischen den verschiedenen Einheiten war. Viele Fallschirmjäger landeten weit von der Landungszone entfernt, verloren die Orientierung und viele das Leben. Es geht weiter mit Emanuels Referat übers Fliegen. Er berichtet uns, dass der Auftrieb durch den Über-, und den Unterdruck bei den stromlinienförmigen Flügel entsteht. Auch erklärt er uns die Funktion des Helikopters und kurz darauf basteln wir einen eigenen "Heli" aus Papier. Nach dem Zmittag lesen wir im Deutsch weiter im Buch "Lauf, Junge lauf!", bei dem Jurek bei einem Unfall seinen Arm verlor und so ins Spital kommt. Dort behält man ihn, um ihn der Gestapo auszuliefern. Doch mit Hilfe eines Knechtes seiner ehemaligen Chefin gelingt ihm die Flucht. Im Sport fahren wir via St. Moritz- Stazerwald- Samedan Flugplatz und wieder zurück. Nach dem Silentium gibts Znacht und dann schauen wir die Tagesschau. |
|
|
|
|
|
|
| Emanuel beim Referat
Die hochmotivierte Bikegruppe und mein Pullover NACH dem Sport... (musste von Hand ausgewaschen werden)
und Alessandro in Festlaune...
|
|
| Freitag: Am Morgen putzen wir die Zimmer und erledigen die grossen VB's. Danach begeben wir uns zu den roten Stühlen, wo wir erfahren, dass wir heute statt Sport 4 Lektionen Französisch haben. Mehr oder weniger erfreut darüber, bringen wir es hinter uns und machen zuerst im Buch weiter, danach lesen wir über König Arthur weiter. Am Mittag gehen alle ausser Jens und ich auf den Zug. Später planen wir mit Frau Burkschat das Wochenende und gehen nach St. Moritz einkaufen. In der Bibliothek holen wir uns etwas zu lesen und kehren dann zurück. Ich mache nach dem Znacht den Abwasch und dann schauen wir den Match Schweiz : Liechtenstein, wobei die Schweiz ihre Pflicht erfüllt, 3:0 gewinnt und Alex Frei Schweizer Torschützenkönig wird. |
|
|
| Wochenende Samstag: Heute stehen wir schon um halb 6 auf, da wir zu Jens nach Hause fahren und seine Sachen abliefern, und den Schlafsack und weitere Dinge, die er fürs Lager braucht, holen. Zuerst essen wir aber Frühstück und ich nehme mein Kissen mit ins Auto, da ich noch etwas schlafen will. Jens wird es auf der Fahrt etwas mulmig und ich döse nebenan und merke fast nichts von alldem. Zwischendurch legen wir eine Pause ein, wo ich ein wenig Frühsport treibe und einen Maikäfer entdecke. Weiter gehts und nach dem Besuch in Spreitenbach machen wir in Oberrieden halt, essen unsere Brötchen und entschliessen uns kurzerhand ein Bad zu nehmen. Die Badi ist grad nebenan und da es noch nicht Saison ist, dürfen wir gratis in den Genuss der Flosse und des Ping Pong Tisches kommen. Frau Burkschat spendiert uns vor der Weiterfahrt noch ein Glace. Vielen Dank! Wieder zurück koche ich Spaghetti Carbonara und danach schauen wir den etwas "speziellen" Film "Auf der Flucht". Er ist nicht gerade unser Favorit... gute Nacht! Sonntag: Wir schlafen bis um 10 Uhr aus und geniessen dann den Brunch mit Jens feinem Zopf und den Cornflakes. Nach dem Frühstück fahren wir mit den Bikes nach Pontresina um dort zu baden. Nach gewisser Zeit haben wir genug vom Wasser und wir begeben uns auf die Suche nach den Steinböcken , welche wir dann auch in Massen beobachten können! Für ein paar gute Bilder überrasche ich die Steinböcke mit Fotos um die Ecke, sodass sie mich nicht sehen können. Aber die Fotos können sich sehen lassen! Wieder zurück gehe ich gleich in die Küche und mache meine Schwedentorte fertig. Und tatsächlich gelingt sie! Jens kocht Omeletten mit Hackfleisch und Spinatfüllung. Nachdem wir diese gegessen haben, macht er den Abwasch. Ich mache Wäsche und dann kommt Alessandro zurück. Nach der Tagesschau dürfen wir meine Torte essen und alle finden sie fein. Zum Glück! |
|
|
....... ....... ....... ...... |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Viele Bilder vom Wochenende...
Auf der Fahrt nach Spreitenbach, die Pause bei der Badi Oberrieden...
Im etwas wärmeren Hallenbad, meine Torte, die Steinböcke in Pontresina...
Jens beim Kochen
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|